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Helmtipps

Helmtipps

Was Sie schon immer über Helme wissen wollten...

Der Schutz des Kopfes ist die wohl wichtigste Aufgabe, die an ein Biker-Produkt gestellt werden kann. Wenn man sich heutzutage einen neuen Helm kauft, kann man in der Regel davon ausgehen, ihn mindestens über 4 bis 5 Jahre tragen zu können. Mittlerweile ist es ja auch kein Problem mehr, für einen Helm 250 bis 500 Euro, oder sogar noch mehr auszugeben. Und obwohl der Preis oft ein Indiz für Qualität ist, gibt es noch eine Reihe anderer Kriterien, die Ihnen helfen können "Ihren" Helm zu finden.

Kauf

Das wichtigste Kriterium beim Helmkauf ist der einwandfreie Sitz. Der qualitativ beste Helm nützt Ihnen nichts, wenn er drückt oder so locker ist, dass er beim Sturz nicht seine volle Schutzfunktion ausspielen kann. Achten Sie allerdings darauf, dass der Helm anfangs nicht "zu" bequem sitzt, da die Polsterung in den ersten Wochen noch etwas nachgibt.

Material

Die harte, äußere Helmschale sorgt für den Aufschlag- und Durchdringungsschutz und den nötigen Reibungswiderstand bei längeren Rutschpartien. Zur teilweisen Absorbierung der Aufprallenergie ist eine minimale Elastizität der Helmschale konstruktionsbedingt vorgesehen.

Duroplaste

Fiberglas, Carbon, Kevlar, Dyneema, Spectra etc. Duroplaste sind vollsynthetische Kunststoffe, die durch chemische Reaktionen vernetzt sind, wobei man die mechanischen Eigenschaften durch Füllstoffe wie Glas- oder Kohlefasern verbessert. Helme aus diesen Materialien sind besonders belastbar und sicher, aber oft etwas schwerer, und aufgrund ihrer handgefertigten Machart auch teurer als Thermoplasthelme. High Tech Duroplasthelme, deren Außenschale aus einem Verbund-Mix hochwertiger und extrem teurer Materialien wie z.B. Carbon, Dyneema oder Spectra bestehen, unterbieten mittlerweile das Gewicht von thermoplastisch produzierten Helmen. Allerdings bewegen sie sich aber auch in einer anderen Preisklasse.

Thermoplaste

Thermoplaste ABS oder Polycarbonate wie Lexan, Urtal, Antracol etc. Thermoplast-Außenschalen werden im Spritzgussverfahren hergestellt. Die verwendeten Stoffe zeichnen sich durch geringes Gewicht sowie besondere Zähigkeit und Reißfestigkeit aus. Dabei sind sich die verschiedenen Thermoplaste in ihren Eigenschaften recht ähnlich, wobei allgemein die Polycarbonate besser beurteilt werden und auch teurer sind als die ABS-Stoffe. Als sehr gut haben sich ABS-/Polycarbonat-Mix-Materialien herausgestellt, die die positiven Eigenschaften beider Gruppen kombinieren sollen. Natürlich proklamiert jeder Hersteller für sein Produkt die besten Eigenschaften. Die relativ einfache, maschinelle Verarbeitung thermoplastischer Kunststoffe ermöglicht konstante Produktionsqualität und günstige Preise.

Helmtypen

Früher gab es die einfache Unterschiedung zwischen Integral- und Jethelmen, also grob gesprochen zwischen voll geschlossenen Helmen mit festem Kinnteil und Visier und den offenen Helmen, die zum Teil auch heute noch optisch an ihre Ahnen aus den 50ern und 60ern erinnern. In den letzten Jahren hat ein neuer Helmtyp auf dem Markt Furore gemacht und findet ständig eine zunehmende Fangemeinde: Der Systemhelm. Sein aufklappbares Kinnteil ermöglicht ein sehr komfortables Auf- und Absetzen, ist ideal für unterwegs bzw. für Kartenlese- oder Raucherstopps und die aktuellen Neuheiten glänzen durch hohe Sicherheitsstandards. Für Offroad-Spezialisten gibt es Crosshelme mit Schirmen für Steinschlagschutz und grossen Gesichtsfeldern, um die angebotenen Spezialbrillen entsprechend unterzubringen. Und wer denkt an die Biker-Kids? Bei Ihrem Nachwuchs sollten Sie auf spezielle Kinderhelme achten, die in ihrer Passform auf die Anatomie "kleiner Leute" zugeschnitten ist.

Pflege

Verwenden Sie zur Reinigung der Außenschale, der Visiere und Futterstoffe vorzugsweise lauwarmes Seifenwasser und ein weiches Tuch oder spezielle Helmpflegemittel entsprechend ihrer Anwendungsfelder. Verwenden Sie niemals agressive Mittel wie Benzin oder Lösungsmittel. Und noch was: Zerkratzte oder stumpfe Visiere gefährden durch die eingeschränkte Sicht Ihre Sicherheit und die anderer und sind schnellstmöglich auszutauschen.

ECE R 22-05

Die ECE (Economic Comission for Europe) befasst sich in ihrer Regelung Nr.22 mit den "Einheitlichen Vorschriften für die Genehmigung der Schutzhelme für Fahrer und Mitfahrer von Motorrädern und Motorfahrrädern". Economic Comission for Europe Die wichtigsten Prüfungsbedingungen, die an den Schutzhelm gestellt werden, sind: Die Durchdringungsprüfung soll den Nachweis erbringen, dass der Kopf gegen scharfkantige, spitze Körper geschützt ist. Die Seitensteifigkeit des Helms muss einer Mindeststeifigkeit entsprechen. Prüfen des Kinnbands und dessen Befestigung.Viesiere werden auf optische Qualität, Oberflächengüte, Kratzfesstigkerit und die Größe des Gesichttsfelds geprüftt. Die Stoßdämpfung der Innenausstattung. Seit dem 01.07.2000 ist es möglich, Motorradhelme nach der neuen Prüfnorm ECE R22-05 zuzulassen. Seit der Saison 2001 sind die ersten nach -05 geprüften Helme auf dem Markt. Ergänzend zur bisherigen ECE R22-04 wurde vor allem die Aufschlagprüfung des Kinnteils bei Integral- und Systemhelmen in den Zulassungstest mit aufgenommen. Ihr "Rundumschutz" ist jetzt also garantiert. Wenn Sie an weiteren Informationen über Motorrad-Schutzhelme und deren Behandlung interessiert sind, informieren wir Sie gerne in unserem Motorshop oder hier.